Der ZuckerBäckerball ist in diesem Jahr um eine besondere Attraktion reicher: Mit Mel Merio übernimmt eine der profiliertesten DJ-Personalities Österreichs die Regie in der Radio Wien Ball-Disco. Die Wienerin ist weit mehr als eine DJane; als Moderatorin, Event-Organisatorin und Aktivistin steht sie seit über 20 Jahren für positive Energie, Diversität und kreatives Empowerment.
Wir haben mit ihr über ihren Auftritt beim 123. ZuckerBäckerball gesprochen.
© Elsa_Okazaki
Mel, bist du eine „Balltigerin“ und besuchst du privat gerne Bälle?
Mel Merio: „Ich bin keine Balltigerin im herkömmlichen Sinne. Ich habe nämlich das große Glück, auf fast allen relevanten Bällen, die mir am Herzen liegen, selbst am DJ-Pult zu stehen, auch in der Hofburg oder am Opernball. Allein in dieser Saison bin ich auf 14 Bällen vertreten. Wenn man den Begriff ‚Balltigerin‘ also etwas weiter fasst, dann trifft er absolut auf mich zu. Ich liebe die Ballsaison und ihre wunderschöne Tradition. Dennoch ist jeder Abend für sich einzigartig, und als DJane ist es meine Aufgabe, jedes Mal ganz individuell auf das jeweilige Publikum einzugehen.“
Was können die Ballgäste des ZuckerBäckerballs bei dir in der Disco erleben?
Mel Merio: „High Energy, positive Vibes und die beste Stimmung! Eine Radio Wien-Disco in so prachtvollen Räumlichkeiten ist einfach immer legendär. Es ist beeindruckend, was die Produktion hier jedes Mal auf die Beine stellt. Musikalisch erwartet die Gäste beim ZuckerBäckerball ein enorm breit gefächertes Programm, bei dem wirklich für jeden etwas dabei ist: Wir unternehmen eine gemeinsame Zeitreise mit dem klassischen Radio-Wien-Sound von den 70ern, 80ern und 90ern bis hin zur Gegenwart. Mit Italo-Classics und Austropop ist dabei genauso zu rechnen wie mit Standardtänzen oder modernen EDM-Beats – eben genau das, was im jeweiligen Moment passt. Ich lege viel Wert darauf, auf den Moment und auf die Leute einzugehen, das Auflegen ist immer eine Interaktion miteinander. Uns erwartet also eine gemeinsame Zeitreise wie auch eine Reise durch die Genres, mit einer Dynamik, bei der man sich einfach fallen lassen kann.“
Bist du eine klassische Tänzerin? Darf man dich auf der Tanzfläche im Festsaal erwarten?
Mel Merio: „Man wird mich eher nicht im Festsaal antreffen – einerseits, weil ich definitiv keine klassische Standard-Tänzerin bin, aber vor allem, weil ich ja mit dem Auflegen und dem Tanzen hinter dem DJ-Pult beschäftigt sein werde, im besten Sinne. Ich bin eine Tänzerin mit Leib und Seele und gehe hinter meinem Pult intuitiv voll ab, sobald ich die Musik höre. Ehrlicherweise muss ich gestehen: Ich kann nicht einmal Walzer tanzen! Es ist mir fast unmöglich, choreografierte Tänze zu lernen. Aber Tanzen an sich, das bin einfach ich. Es muss sein und gehört für mich zu den schönsten Dingen, die es gibt.“
Wirst du dir die Eröffnung ansehen?
Mel Merio: „Ganz sicher! Ich freue mich schon riesig auf die Eröffnung und werde sie mir auf jeden Fall anschauen. Dieser klassische Auftritt der Wiener Tanzschulen in Schwarz-Weiß ist einfach jedes Mal super, und das Staatsopernballett ist natürlich ein absolutes Highlight. Besonders gespannt bin ich aber auf den Stargast Moritz Mausser. Er ist ein großartiger Musical-Star und hat den Falco in ‚Rock Me Amadeus‘ wirklich phänomenal verkörpert. Da ich selbst ein riesiger Falco-Fan bin, darf ich mir diesen Auftritt unter keinen Umständen entgehen lassen.“
Welche Torte ist deine Lieblingstorte?
Mel Merio: „Meine Lieblingstorte ist eindeutig die Malakoff-Torte. Am allerliebsten war mir immer die von meiner Oma – meiner ‚Nonna‘, wie wir sie genannt haben. Das war für mich die beste Malakoff-Torte überhaupt. Inzwischen bevorzuge ich allerdings die vegane Version davon.“
Was sollte man sich am ZuckerBäckerball auf keinen Fall entgehen lassen?
Mel Merio: „Der Ball ist so voller Erlebnisse, dass man gar nicht weiß, wo man anfangen soll! Ganz oben auf der Liste steht natürlich die Radio Wien-Disco, in der ich auflege. Aber auch die Eröffnung wird sicher wieder einzigartig und großartig. Ich bin ein riesiger Fan von Luftballons, daher sind für mich die drei mit tollen Gutscheinen gefüllten Luftballonregen ein persönliches Highlight. Und wer es wie ich gerne süß mag, sollte unbedingt in den Schaubackstuben vorbeischauen. Dort wird live gebacken, man kann den Profis über die Schulter schauen und sich inspirieren lassen. Für mich als jemand, der selbst gar nicht backen kann, ist das wahnsinnig faszinierend, und man kann sich wunderbar durchkosten, wenn man zwischendurch eine Stärkung braucht.“
Was erwartest du dir von der Tortenausstellung des Zuckerbäcker Awards?
Mel Merio: „Das ist ein wahnsinnig spannender Teil des Balls! Man sieht dort echte Kunstwerke, bei denen man kaum glauben kann, dass es sich um Torten handelt. Es sind vielmehr wunderschöne Skulpturen. Die Ausstellung ist direkt nach dem Eingang aufgebaut, man kann sie also gar nicht verpassen. Das diesjährige Motto ‚Das Reich der Zauberkünstler‘ finde ich besonders treffend, denn Bäckerinnen und Bäcker sind für mich im Grunde genau das: wahre Zauberkünstler:innen. Die Ausstellung wird sicher ein Augenschmaus im wahrsten Sinne des Wortes.“
Die Radio Wien Disco mit DJane Mel Merio findet von 22.00 Uhr bis 4.00 Uhr morgens im Gartensaal der Hofburg statt.